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100 Punkte für Idealismus

Erster April. Treffpunkt Schutzhaus Zukunft. Fred Schreibers Heimat-Label Problembär Records hat gerade das Signing von Wolfgang Ambros bekanntgegeben. Während sich im Großen Saal der legendäre Sigi Maron durch den Soundcheck quält, wischen wir im Gastgarten den letzten Frühlingsguss von den Bänken: Die charmanten Kellner haben kurzerhand auf Selbstbedienung umgestellt – das gilt sowohl für Bier, als auch für adäquate Konsumbedingungen.

Ein bisschen Plaudern. Ich erzähle, dass mir unlängst vorgeworfen wurde, mich bei der Wahl von Interview-Partnern immer nur auf „alte Säcke“ zu konzentrieren. Die dabei mitschwingende Taktlosigkeit bemerke ich nicht.
Als ich Fred Schreiber im Sinne des koketten Einstiegs mit seinem neuesten Label-Kollegen Ambros konfrontiere, klärt er mich milde auf: „ERSTER April, da darf man alles nicht so ernst nehmen…“
Eigentlich wollte ich für längere Zeit, genauer gesagt: gar nicht mehr, journalistisch tätig sein und habe mich für heute auf eine kulturpessimistische Gangart eingepegelt. Der Sänger ist derweil guter Dinge und erwartet ein konstruktives Gespräch über Musik und sein neues Album „Das große Komplott“. Doch bereits nach wenigen Fragen schlägt sein Optimismus in latenten Grant um. Wir kennen uns ganz gut. Umso erstaunter sind wir nachher, wie ruppig dieses Gespräch teilweise verlaufen ist…

Du hast mal vor Jahren einen sehr treffenden Satz über kulturelles Schaffen gesagt … du meintest, es ginge darum „Spuren zu hinterlassen“. Ist das für dich nach wie vor gültig?

Ich weiß nicht mehr genau, wann ich das gesagt habe, aber es ist natürlich immer noch gültig. Das ist für mich eine Art Religion, die so lange gilt, bis mir jemand das ganze Spiel besser erklären kann. Vielleicht finden sie ja im Himmel demnächst eine neue Formel … dann bin ich natürlich angeschissen.

Was wären die bisherigen Spuren, auf die du stolz bist?

Stolz ist gerade bei mir unangebracht, weil ich nie das Gefühl habe, etwas perfekt vollendet zu haben. Ich habe eher das Gefühl, dass ich bei all meinen bisherigen Missionen auf Dreiviertel der Strecke steckengeblieben bin. Dann bleibt einem nichts anderes übrig, als die Spur zu wechseln und sich auf ein anderes Genre zu verlegen. Jetzt heißt die Spur halt wieder Musik. Für ein Buch reicht die Zeit im Moment nicht, aber in dreieinhalb Minuten Schlaglichter auf seine Existenz zu setzen, das geht sich locker aus.

Du hast früher im Band-Kontext (Die Falschen Freunde, Anm.) Musik gemacht. Irgendwie hat man das Gefühl, dass du damit durch bist…

Ja, daran glaube ich nicht mehr. Ich hätte nichts dagegen, wenn mir ein künstlerischer Kompagnon über den Weg liefe, der mich perfekt ergänzt … aber bis jetzt ist mir so jemand noch nicht begegnet, oder ich habe ihn einfach nicht erkannt. In Proberäumen stickige Luft zu atmen und auf die Eingebung zu warten, um dann zu verkünden, das sei der Spirit, der einen Song hervorgebracht hat, daran glaube ich nicht mehr. Außerdem sind mir die Befindlichkeiten von Bandmitgliedern ein Gräuel. Dem einen passt das Hotel nicht, der andere jammert über den Gig, dem nächsten ist Vorarlberg zu weit weg…

„Aber manchmal habe ich so ein Gefühl,
dass ich noch nicht so ganz weiß, was noch
so in mir steckt.
Vielleicht bild‘ ich mir das auch nur ein,
aber ich glaub‘, da gibt’s ein Land, das ist
noch unentdeckt.“
Eigentlich

Weil wir gerade bei den Ursprüngen sind: Was bewegt einen Deutschen, sich aus einem Land zu verabschieden, wo sich popkulturell, medial und künstlerisch so viel abspielt?

Deine Frage zielt darauf ab, warum man überhaupt nach Wien geht und hier versucht, etwas auf die Reihe zu kriegen, oder?

Ja … und was einen dann auch noch so lange hier hält.

Einerseits: Faulheit. Andererseits ist es so, dass Menschen, die das Größere nicht kennen und dort noch nicht ihre Telefonrechnung bezahlt haben, dazu neigen, es zu glorifizieren. Außerdem ist die Konkurrenz größer: In Berlin gibt es wahrscheinlich noch fünf Leute, die etwas Ähnliches machen wie ich, in London 50 und in New York 500. Und das ist wahnsinnig anstrengend.

Die Texte auf deinem Album zeugen von einer gewissen ironischen Distanz zu Wien und seiner Kulturszene, manchmal wird’s sogar ein bisschen verbittert…

De facto haben nur ganz wenige Zeilen damit zu tun. Nächste Frage, dazu kann ich beim besten Willen nichts sagen.

„Lieber kleiner Bohemian, du sitzt nur
rum im Café Größenwahn.
Lieber kleiner Bohemian, hast du denn
sonst keinen Plan?
Lieber kleiner Bohemian, zieh‘ doch
weg aus dem Quartier Latin,
sei doch einfach mal Avantgarde,
dann macht dein Leben gleich viel mehr Spaß.“
Lieber kleiner Bohemian

In „Lieber kleiner Bohemian“ geht es um die kritische Betrachtung einer Kulturschickeria, von der man behaupten könnte, dass sie deine Medienmacher-Generation ästhetisch herangezüchtet hat …

„Lieber kleiner Bohemian“ ist eigentlich ein Kinderlied. Es hat überhaupt keine kulturkritische Relevanz. Insofern ist alles andere Projektion. Ich freue mich immer wahnsinnig, wenn als Frage eine riesengroße Erklärung kommt, um was es in dem Song eigentlich gehen könnte, obwohl ich es selber nicht einmal so genau weiß.

Das ist jetzt aber ein bisschen niederschmetternd. Anhand meiner Projektion hätte man einen tollen Gesprächsverlauf konstruieren können!

Ok, dann machen wir einfach dort weiter: Was du sagst, ist ja richtig, auch wenn es nicht der Hintergedanke des Liedes war. Es laufen wahnsinnig viele Leute herum, die im Kaffehaus sitzen und darauf warten, dass man ihnen auf die Schulter tippt und sagt: „Genau dich habe ich gesucht für mein nächstes Projekt!“ „Projekte“ sind überhaupt das Um und Auf … und man muss dabei immer credible und trotzdem erfolgreich sein. Meistens hat das alles zu wenig Konsequenz im Handeln. Diese Leute versuchen dann, ihr „Projekt“ durch alle Pole durchzumogeln, und dadurch verbiegt sich die Latte.

Was hältst du eigentlich vom Netzwerk-Gedanken?

Prinzipiell ist es in unserer Generation so, dass die Arbeit und das Private immer mehr ineinander übergehen. Man ist ja nie mehr nur privat oder nur beruflich – das hat natürlich auch mit den Netzwerken zu tun, denen man sich verschreibt. Es gibt aber etwas viel Schlimmeres, und das ist „Personality“ ... Das ist genau das, was die Firmen auch für ihre Produkte brauchen, deshalb bringt auch jeder seine „Personality“ mit ins Berufsleben. Das geht mir auf die Nerven. Dass du bei allem, was du tust, eine „Personality“ sein musst. Die Netzwerke werden überschätzt, man glaubt mittlerweile sogar, dass sie Revolutionen auslösen, aber in Wirklichkeiten stehen einzelne Leute dahinter, die einfach einen Plan haben…

Vielleicht hat mich der Bohemian-Song auch deshalb so angesprungen, weil ich finde, dass sich darin das Grundübel der kulturellen Segmentierung widerspiegelt – zum Beispiel in Form dieser schwachsinnigen Pop-versus-Indie-Debatte.

Auch wenn der Song nicht wirklich exemplarisch dafür steht: An diese Teilung habe ich tatsächlich noch nie geglaubt. Das ist gut, und das ist schlecht, das ist Alternative und das ist Mainstream, das darf nur FM4 und das nur Ö3 spielen … und dann kommt der Musikjournalist-Polizist und erteilt dir das Strafmandat „Sie dürfen hier nicht weiterspielen“. So etwas ist mir fremd.

Du bist ja in beiden Welten zu Hause gewesen und seinerzeit von Ö3 zu FM4 gewechselt. Wäre so etwas heute überhaupt noch möglich, ohne dass die Stilpolizei laut aufschreit?

Keine Ahnung, dazu bin ich zu lange raus aus dem Spiel, dass ich das beurteilen könnte. Ich kann das nur aufs Fernsehen umlegen. Ich bin ja gerade sehr beschäftigt mit „Willkommen Österreich“ – diese Sendung kam aufgrund ihrer Charaktere aus dem sogenannten Alternative-Bereich und ist mittlerweile im Mainstream angekommen. Die Sendung könnte man getrost um 21 Uhr ausstrahlen, und es würde sich weder die eine noch die andere Welt erheben. Insofern: Das Pendeln funktioniert schon.

„Erzähl mir noch, noch eine alte Geschichte,
aus den alten Zeiten, aus den alten Zeiten.
Zeig mir noch, zeig mir noch ein paar Fotos,
aus vergangenen Zeiten, aus längst
vergangenen Zeiten.“
Auf die alten Zeiten

Bist du eigentlich froh, dass du jetzt, mit deinen 40 Jahren, endlich aus dieser Jugendkultur-Scheiße draußen bist?

Ich wäre schon nochmal ganz gerne 25, allerdings nur mit denselben Skills. Auf der anderen Seite: Wenn ich heute die 18-Jährigen marodierend durch die Mariahilfer Straße ziehen sehe – die Jungs müssen immer laut und cool sein, die Mädels immer ihre Brüste verstecken – dann bin ich froh, dass ich nicht mehr so jung bin und all die Komplexe und hohen Erwartungen nicht mehr durchleben muss.

Aber gerade in Bezug auf Musik sollte ein Alter jenseits der 30 ja sehr erleichternd sein. Da muss man nicht mehr im lärmenden Gitarren-Indie-Rock verharren, sondern darf auch andere Interessen haben. Auf „Das Große Komplett“ hast du dir ja auch Bossa Nova, Walzer und ein bisschen Spaghetti-Western gegönnt.

Das ist schon die Gnade des Alters. Dass man nicht mehr im Chelsea auf der Bühne stehen und brüllen muss: „Seid ihr alle gut drauf?“. Da habe ich auch schon zu viele scheitern gesehen – das geht dann in die „School of Rock“-Richtung. Es ist aber auch nicht so, dass ich irgendetwas gesucht hätte, um „in Würde zu altern“.

Hast du manchmal diese unzynischen Nostalgiemomente?

Dauernd. Ich lebe gerne in der Vergangenheit. Es gibt Leute, die sind fest in der Gegenwart verhaftet, dann gibt’s wiederum Menschen, die blicken pausenlos in die Zukunft – ich kann stundenlang in die Vergangenheit sehen.

„Größer als wir sind nur unsere Schatten,
drum können wir neben uns kein Licht gestatten.
Größer als wir ist nur unser Schein,
drum scheinen wir heller um größer zu sein.“
Größer als wir

In dieser Vergangenheit liegt ja auch der Riesen-Erfolg der „Sendung ohne Namen“. War das Aufhören eigentlich schwierig oder doch eher eine Erleichterung?

Es war nach 116 Folgen aus, und wenn man sich die Sendung anschaut, stellt man sich die Frage, warum man sie nicht schon nach sieben Folgen abgedreht hat. Insofern war alles ab Folge 7 ein Bonus. Da braucht man sich hinterher nicht zu beschweren.

Wo liegt für Dich der Hauptgrund für den Erfolg der Sendung?

Haltung.

Es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass ein Comeback der „Sendung ohne Namen“ geplant sei…

Davon hab‘ ich auch gelesen...

Der Moderator wird nicht gefragt?

Keine Ahnung, wie das zustandekam. Vielleicht ist das aber auch ganz normal und läuft bei Karl Moik ähnlich, wenn man den dazu bringen möchte, beim Musikantenstadl wieder einzusteigen...

Als „Willkommen Österreich“ eher schleppend gestartet ist, hast du es da mit der Angst zu tun bekommen?

Schleppend ist noch höflich ausgedrückt … Natürlich! Vor allem, weil wir nicht verstanden haben, dass ein Projekt, bei dem so viele großartige Köpfe mitgedacht haben, einfach nicht funktioniert. Aber mein Gott, das ist jetzt auch schon wieder 140 Folgen her. Ich antworte ganz einfach so: Fernsehen hat immer ein Gefäß und einen Inhalt. Die Leute brauchen entweder ein bekanntes Gefäß oder einen bekannten Inhalt – wir haben ihnen beim Start von „Willkommen Österreich“ beides vorenthalten. Die einen nannten das innovativ, die anderen vollkommen unverständlich. Ich denke da ungern zurück … Nächste Frage!

Bei „Willkommen Österreich“ hast du ja eine zurückgezogenere Rolle (Regisseur, Drehbuch, Anm.) als noch bei der „Sendung ohne Namen“. War das egomäßig schwierig?

Nein. Ich könnte keinen Late-Night-Moderator spielen. Wenn etwas Erfolg haben soll, musst du dir die Besten suchen. Man muss erkennen: Das ist der bessere Gestalter, das ist der bessere Witzeschreiber, das ist der bessere Moderator – Ich bin bei „Willkommen Österreich“ der Einsammler, der schaut, dass alles beisammen ist.

Warum werden Erfolge wie „Willkommen Österreich“ mittlerweile eher mit David Schalko als mit dir assoziiert?

Ist das so? Nicht mit Stermann & Grissemann? Vielleicht sollten die Leute weniger assoziieren, wer was damit zu tun haben könnte, sondern einfach den Abspann lesen.

„Das Feuilleton ist ganz begeistert, der
Boulevard entzückt,
die Musikfachpresse spricht fast nur
von meinem Stück,
zuerst ist es Geheimtipp, aber kurz
darauf schon Kult,
mit meiner nächsten Platte wird die
Jugend umgepolt.“

Meine nächste Platte

Beim Lied „Meine nächste Platte“…

Ich war bei einer Party eingeladen und da war alles da, von Super-Alternative bis Starmania. Und aus irgendeinem Grund, obwohl ich überhaupt nichts bewegen kann, hat sich jeder genötigt gefühlt, mir von seiner nächsten Platte zu erzählen. Ich bin betrunken nach Hause gelaufen und habe immer nur vor mich her gesummt: Meine nächste Platte, meine nächste Platte…

Warum macht man eine Platte, wenn die durchschnittliche Absatzerwartung einer österreichischen Platte bei 150 Einheiten liegt?

So niedrig schon ... Man macht eine Platte, weil sie gemacht werden muss. Es war schon immer so, dass ich für das Musikmachen die allermeiste Energie aufwenden konnte, ohne dass es mich erschöpft hätte. Das sind natürlich 100 Punkte für Idealismus, aber 0 Punkte für kaufmännisches Denken.

Ich finde, man darf nicht immer nur der „Industrie“ und dem Publikum die Schuld geben. Es wäre höchste Zeit, sich auch mal den Musik-Journalismus zur Brust zu nehmen…

Ich hatte im Bezug auf diese Platte auch sehr angenehme Interviews. Das ist eben ein schwieriger Job, bei dem man kaum den Überblick behalten kann, bei all dem was so veröffentlicht wird. Wer soll denn das alles hören? Die Folge davon sind manchmal zweizeilige Presseausschnitte mit den Worten „eh ganz nett“ und man bekommt fünf von zehn Sternen…

Das meine ich nicht. Es geht mir um diese Abrechnungsmentalität, wo einander die Menschen publizistisch nur mehr anrülpsen…

Kann ich wenig dazu sagen. Ich stelle es mir eben grundsätzlich sehr anstrengend vor, Theater-, Musik- oder Literaturkritiker zu sein. Es als Arbeit zu sehen, ständig die Arbeit von anderen zu kritisieren. Das ist auch seelisch, denke ich, nicht ganz gesund. Aber dazu müsstest du einen Musikjournalisten selbst fragen.

Aber denkst du dir nicht auch deinen Teil, wenn Zeitungen so von deinem Lennon-esken Pressefoto paralysiert sind, dass sie schreiben, du hättest deine Britpop-Wurzeln verlassen, mit dem Schönheitsfehler, dass du niemals eine Britpop-Nummer veröffentlicht hast?

Das Foto war ein Schnappschuss, als ich beim Shooting gesagt hab, ich geh schnell mal Zigaretten holen. Ich kam um die Ecke, und Ingo Pertramer hat abgedrückt. Weniger inszeniert geht nicht. Außerdem Britpop: Ich kann mich nicht erinnern, dass ich je einen englischen Text gemacht hätte. Ist auch nicht so wichtig, aber wer nicht recherchiert, schreibt halt eben manchmal die Unwahrheit.

Du scheinst gar nicht an klassischen Wien-Topics wie zum Beispiel Missgunst zu kiefeln…

Ich sehe das sportlich-amerikanisch. Wenn jemand mit einer mittelmäßigen Performance den großen Durchbruch schafft, denke ich mir: Wow, clever gemacht. Außerdem weigere ich mich zu glauben, dass so etwas wie Neid und Missgunst singuläre Wiener Phänomene sein sollen, auch wenn man mir es oft einreden will. Im Gegenteil, ich habe auch schon oft das Gefühl gehabt, dass mir Leute begegnet sind, die mir das Gute aus tiefstem Herzen gewünscht haben. Das einzige Problem, das ich sehe: Musik, Film, Schauspielerei, Literatur … dabei handelt es sich eben um Genres, die wahnsinnig mit Eitelkeit aufgeladen sind.

Und was ist mit dem Fernsehen?

Das Fernsehen ist das eitelste aller Medien, weil es zusätzlich mit einem Haufen Geld aufgeladen wurde. Deshalb versucht jeder Fernsehmacher, so lange wie möglich erfolgreich mitzuschwimmen. Fernsehmacher mit anderen Prinzipien als Geld und Eitelkeit … die sind sehr selten.

Welche Prinzipien kommen da bei dir noch dazu?

Keine. Es ist nur so, dass Geld und Eitelkeit im Fernsehen nach 22 Uhr spürbar abnehmen. Und bisher wurde noch nie etwas von mir vor 22 Uhr ausgestrahlt.

Fred Schreiber
kam vor 15 Jahren nach Wien. Er arbeitete zunächst bei Ö3 als Programmgestalter und Sprecher, wechselte später zu FM4 als Moderator. Als Erfinder, Autor und Stimme der „Sendung ohne Namen“ wurde der gebürtige Münchner über Nacht berühmt. Gemeinsam mit David Schalko erhielt er 2003 die Goldene Romy für die Beste Programmidee. Es folgten zahlreiche TV-Engagements als Konzeptionist, Drehbuchautor und Regisseur. 2007 gab es den nächsten Quotenerfolg mit dem Late-Night-Format „Willkommen Österreich“, 2009 eine Romy für die Fakedoku „Das Wunder von Wien“.
Als Sänger der Band Die Falschen Freunde veröffentlichte Fred Schreiber bereits zwei Alben. „Das Große Komplott“ ist sein Solo-Debüt, erschienen auf dem jungen Alternative-Label Problembär Records.

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