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Norwegens Samen

Text: Monika Nutz Fotos: Monika Nutz

Eine Reise mit „Hurtigruten“ zu den Rentierzüchtern.

Mit Rentieren verbinden die meisten sofort den Weihnachtsmann, doch wer hat schon etwas von dem indigenen Volk der Samen gehört, das den Norden Skandinaviens bewohnt? In Norwegen besagt ein Gesetz, dass Rentierzüchter samischer Herkunft sein müssen. Rentiere sind nach wie vor aus dem Leben der Samen nicht wegzudenken, wenngleich der Großteil nicht mehr allein von der Rentierwirtschaft lebt. Ein Rentier in freier Natur zu sehen und einen Samen kennenzulernen, gehören zu den Highlights einer Norwegenreise. Auch die Norweger sind nun stolz auf die Samen. Das war nicht immer so, denn die Ureinwohner Norwegens waren bis in die sechziger Jahre unterdrückt und ihre Geschichte wurde nicht verbreitet. Heute haben sie ihr eigenes Parlament, sprechen Samisch und dürfen ihre besondere Kultur leben. Den Touristen wäre es am liebsten, wenn die Rentierzüchter noch in ihren Zelten – Lavvus – wohnen würden. Machen sie auch, wenn sie ihre Rentiere vom Sommer- auf das Winterland und umgekehrt bringen. Ansonsten leben sie in Häusern, und die anstrengende Arbeit mit den Rentieren wird durch technische Errungenschaften, wie das Schneemobil, erleichtert. Die Samen sind fröhliche Menschen, lieben ihre Traditionen und geben gern einen Joik – Gesangsstil, der an Jodeln erinnert – zum Besten. Die Lieder erzählen von Menschen, Tieren und der Landschaft Norwegens.

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