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Auf der Couch

Karl Markovics, 1963 in Wien zur Welt gekommen, ist ein ungeheuer vielfältiger Künstler: Seine Schauspielkarriere begann er beim Theater, ehe er Anfang der neunziger Jahre immer öfter Filmrollen annahm. Markovics' markantes Gesicht war dabei zunächst vorwiegend in Nebenrollen zu sehen, doch kam die humoristische Darstellung eines Polizisten in der TV-Serie Kommissar Rex derart gut an, dass man ihm mit Stockinger bald eine eigene Serie auf den Leib schrieb. Der ganz große Durchbruch aber erfolgte 2007 mit der Hauptrolle in Stefan Ruzowitzkys Drama Die Fälscher, das mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet wurde. Markovics subtile Leistung als in einem Konzentrationslager inhaftierter jüdischer Meisterfälscher beeindruckte auch Hollywood, kleine Rollen in Wes Andersons The Grand Budapest Hotel oder im Liam-Neeson-Thriller Unknown folgten. Doch Markovics erwies sich auch hinter der Kamera als Meister: Sein atmosphärisches Regiedebüt Atmen, das einen jungen Mann auf der Suche nach sich selbst zeigte, errang zahlreiche Preise. Gerade im Schnitt befindet sich sein neuer Film Superwelt. Zur Handlung ist noch nicht viel bekannt, doch darf man wohl auch hier den gewohnten Markovics-Touch aus Sensibilität und Intelligenz erwarten. 

Das Foto entstand im September 2014 in den  Räumlichkeiten von epo-film.

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