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© Werner Pawlok, www.lumas.com

Cuba Expired

Vor 56 Jahren übernahm Fidel Castro die Macht über die Karibische Insel. 1961 brachen die USA und Kuba ihre diplomatischen Beziehungen ab, ein Jahr später trat das US-Handelsembargo gegen den benachbarten Staat in Kraft – der Beginn einer langährigen Eiszeit. Als Fidel Castro 2008 seinem Bruder Raúl die Macht übertrug, kündigte sich Tauwetter an, und mit der vor kurzem erfolgten Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen stellt sich die Frage, wie lange das nostalgisch-romantische Bild Kubas noch erhalten bleibt.

Die Faszination vom vergangenen Glanz der kubanischen Hauptstadt, die Spuren des Untergangs und die Geschichten der Habaneros liegen ganz nahe beieinander in den Havanna-Aufnahmen des Starfotografen Werner Pawlok. Es sind Bilder, die bewusst die Grenzen zwischen Malerei und Fotografie ausloten.

Pawlok begann seine Karriere 1977, als Autodidakt gründete er sein erstes Atelier in Esslingen. Sieben Jahre später wechselte der Fotograf nach Stuttgart, 1988 ging er für ein Jahr nach New York. Bekannt geworden ist der 61-Jährige mit schwarz-weißen Polaroid-Porträts von Schriftstellern wie Salman Rushdie, Henning Mankell, T. C. Boyle, Siri Hustvedt oder Jonathan Franzen.

Werner Pawlok wird aktuell von der Galerie LUMAS vertreten. 

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