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Auf der Couch

Stars sollten sich durchaus das eine oder andere Mysterium bewahren, um ihr Publikum über einen längeren Zeitraum zu faszinieren. Je mehr man aus ihrem Privatleben erfährt, desto mehr schwindet die Aura scheinbar überlebensgrößer Bühnenkünstler. Die 20-jährige AVEC, die in diesem Jahr für vier Amadeus Awards nominiert war, hält denn auch mit ihrem bürgerlichen Namen hinter dem Berg (ein Name wie, sagen wir, Jacqueline Hintermaroldinger wäre einer Karriere wohl auch nich besonders förderlich). Als gesichert kann ihre oberösterreichische Herkunft gelten – und ihr großes Talent. Die Studentin lernte im Alter von zwölf Jahren das Gitarrespielen und sammelte in einer Schulband erste Bühnenerfahrungen. Der Durchbruch gelang bereits mit dem ersten Album „Heartbeats“. AVEC-Songs wurden intensiv im Radio gespielt – besonders intensiv auf FM4 – und auch die Werbeindustrie setzte ihre Musik schon ein. Die Stimme der Künstlerin ist markant und vermittelt Sensibilität, die musikalischen Arrangements sind über weite Strecken angenehm reduziert und auf inhaltlicher Ebene gehen Melancholie und Romantik eine ansprechende Verbindung ein. Man darf gespannt sein, wie sich die Weiterentwicklung der jungen Künstlerin in den nächsten Jahren gestaltet. Das Potenzial zur großen Karriere ist vorhanden.

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