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Auf in neue Abenteuer

Über Stock und Stein: Mit dem Volvo V90 Cross Country eine ebenso sportliche wie komfortable Angelegenheit.

Vor etwas mehr als zwei Jahren unternahm man bei Volvo mit dem SUV XC90 einen gelungenen Neustart: In einer ansprechenden Kombination aus skandinavischem Design und Fahrkomfort trafen technische Innovationen auf alte Tugenden. Ein aktualisiertes Logo, großer Komfort im Inneren und markante Details wie die LED-Scheinwerfer „Thors Hammer“ zeugten von einem neuen Selbstbewusstsein der Marke. Zwar gab es anfangs durchaus noch die eine oder andere zurückhaltende Stimme – manche Kritiker sprachen von einem gewissen Konservativismus – doch mittlerweile ist die neue Linie mehr als gut etabliert. Dies belegen auch die Zahlen: 2016 klettere das Betriebsergebnis dank der neuen Linie signifikant auf 1,2 Milliarden Euro gegenüber 698 Millionen Euro im Jahr 2015. Im gleichen Zeitraum legte der Umsatz von 17,3 Milliarden Euro auf 19,1 Milliarden Euro zu, was ein Plus von zehn Prozent bedeutet. Volvo (die Personenwagensparte des Schweden-Konzerns befindet sich seit 2010 im Besitz des chinesischen Unternehmens Geely) scheint entschlossen, den Weg des Erfolges weiterzugehen. Mit dem V90 Cross Country nähert man sich mit großen Schritten der Premiumklasse, wo sich Marken wie Audi oder BMW tummeln. Mit langem Atem und Beharrlichkeit könnte es gelingen, sich nachhaltig in diesem Segment zu behaupten.

Sicherer Luxus

Das Äußere des Allroad-Kombi wirkt wie ein Statement, wie ein bewusster Bruch mit dem früher zwar sympathischen, aber etwas biederen Image: Von Ecken und Kanten hat man sich hier verabschiedet. So dynamisch hat schon lange kein Volvo mehr gewirkt – ein schnittiges Heck und eine elegante Linienführung vereinen Eleganz mit einem Hauch von Sportlichkeit. Der Eleganz verzeiht man auch den Umstand, dass das Volumen des Wagens ein klein wenig geschrumpft ist: Passten in den V70 noch 1600 Liter, sind es jetzt 1527. Ausflüge aufs Land sind mit dem Fahrzeug jedenfalls kein Problem, da der Allroader überaus robust gebaut ist und über hohe Geländegängigkeit verfügt. Dabei spielt auch eine um 60 Millimeter höhere Bodenfreiheit eine Rolle. So lassen sich auch unwegsame Strecken locker bewältigen. Falls man besonders raue Wege zurücklegen muss, lässt sich die Hinterachse optional mit einer Luftfederung inklusive adaptiver Regelung versehen. Ein elektrischer Kompressor versorgt den Turbolader mit Power; die 235 PS (173 kW) sind ein ausreichender Antrieb für Autobahn oder Waldweg. Verbessert wurde gegenüber dem Vorgänger auch das Handling, wozu sicherlich der niedrigere Schwerpunkt und das geringere Gewicht einen gewissen Beitrag leisten.

Bereits die Serienausstattung des V90 kreiert eine durchaus luxuriöse Atmosphäre: Die Konnektivitäts- und Entertainment-Funktionen – viele davon lassen sich über einen Touchscreen bedienen – haben allerlei Annehmlichkeiten zu bieten: Die Sitze sind mit dickem Garn genäht, das Cockpit ist mit dunkel gemasertem Holz versehen. Weiters gibt es ein Hochleistungs-Soundsystem von Bowers & Wilkins, das für exzellenten Ton sorgt. Außerdem unterdrückt aktiver Gegenschall im Inneren des Wagens das Brummen des Vierzylinders. Traditionell spielt bei Volvo auch die Sicherheit eine wichtige Rolle – jener Eigenschaft also, den man besonders mit der Marke assoziiert. Besonders zum Tragen kommt der Safety-Aspekt beim teilautonomen Fahren: Der Pilot Assist hält das Fahrzeug bis 130 km/h auf der Spur. Weicht das Auto von der Fahrbahn ab, kommt die neu entwickelte Fahrbahnrand-Erkennung ins Spiel. Dieses ausgeklügelte System lenkt den Wagen zurück und bremst, falls dies erforderlich sein sollte. Zusätzlich wurde eine Kollisionswarnung in den V90 eingebaut. Für diese Sicherheitstechnologie gab es bereits eine Auszeichnung: Die Euro NCAP – die Gesellschaft europäischer Verkehrsministerien, Automobilclubs und Versicherungsverbände – verlieh Volvo für das Notbremssystem des V90 als erstem Automobilhersteller die Höchstwertung von sechs Punkten. Und dann sind da noch kleine Details, die praktisch sind und zum Schmunzeln einladen, wie der Bierkisten-Stopper im Fond.

Apropos Flüssigkeiten: Der Verbrauch pro 100 Kilometer macht 7,1 Liter aus, was einen ordentlichen Wert darstellt. Das Volvo beim Preis angezogen hat, sieht man daran, dass die Diesel-Variante des V90 63.560 Euro kostet. Das neue Premium-Image gibt es also nicht gratis. Angesichts der Qualität des V90 Cross Country erscheint der Preis allerdings durchaus angemessen.

 

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