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Galatea II © Jaime Travezan & David Tortora

20 Künstler, 80 Werke

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Für die neue Saison veröffentlicht die Editionsgalerie LUMAS 20 neu entdeckte Künstler und 80 handverlesene Kunstwerke. Darunter finden sich junge Talente wie die koreanische Künstlerin Jiwoon Pak oder das Kreativduo Jaime Travezan & David Tortora, der renommierte X-ray Künstler Nick Veasey ebenso wie Werke von Größen der Fotografie- und Kunstgeschichte: Unter anderem von Takashi Murakami oder auch Helmut Newton.

Perfekt arrangiert entwerfen die Künstler Jaime Travezan & David Tortora eine zeitgenössische Interpretation der mythologischen Schönheit Galatea, deren hyperreale Ästhetik Assoziationen zu Miles Aldridge oder David LaChapelle aufkommen lässt. Tatsächlich ist die Werkreihe zunächst einmal eine Hommage an den amerikanischen Maler Tom Wesselmann. Das Duo zitiert mit seinen ausgefallenen Kompositionen die in den 1960er und 1970er Jahren entstandenen Werkzyklen „Bedroom Painting“ und „Great American Nude“ und schafft eine zeitgenössische Interpretation.

Erst 2013 beendete Jiwoon Pak ihr Studium der Bildenden Künste in Frankreich: Und doch hat die koreanische Künstlerin bereits eine einprägsame Bildsprache entwickelt. In ihren Arbeiten verbindet sie europäische und ostasiatische Ikonografie zu bislang ungesehenen und ungemein spannenden Ansichten in einer zarten Farbwelt.

Julian Wolkenstein hat dagegen ein Faible für besondere, gar skurrile Sujets. In seiner Werkreihe „Pony Pin Ups“ widmet sich der australische Künstler dem Genre der Portraitfotografie auf spielerisch-humorvolle Weise: Statt Menschen stehen ihm jedoch Pferde Modell: Porträtiert in klassischer Manier, frontal oder im Halbprofil, erinnern die Bilder an altmeisterliche Gemälde. Ganz neumodisch sind dagegen die Frisuren der Pferde: In stundenlanger Feinarbeit wurden die Mähnen zu prächtigen Frisuren gestylt. Werke voller Humor, die gleichzeitig zum Nachdenken über die Vermenschlichung und Domestizierung von Tieren anregen.

Auch der Schweizer Fotograf Claudio Gotsch widmet sich der Tierwelt. Seine Werke sind jedoch alles andere als inszeniert: Gotsch spürt die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung auf, wartet mit viel Geduld und Ausdauer, bis sich ein besonderer Moment der Nähe zeigt. Sehr reduziert gehalten, strahlen seine Aufnahmen umso mehr eine ungeheure Kraft aus.

Im wahrsten Sinne des Wortes hinter die Fassade der Dinge blicken lässt uns Nick Veasey. Der Brite gilt als Koryphäe auf dem Gebiet der künstlerischen Röntgenfotografie. Andere Künstler arbeiten in Ateliers – Nick Veasey betreibt sein eigenes Strahlenlabor in der englischen Grafschaft Kent, wo unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen seine außergewöhnlichen Bilder entstehen. Dass die Röntgentechnologie neben ihrer medizinischen Verwendung auch zunehmend für Sicherheits- und Überwachungszwecke eingesetzt wird, dessen ist sich der Künstler bewusst und nähert sich diesem Thema auf subversiv-ironische Weise. Die Scans seiner Koffer-Serie enthüllen pikante Details aus dem Privatleben ihrer fiktiven Besitzer.

Neben diesen neuen Positionen bereichern ab sofort auch Stadtansichten von Charis Tsevis, Unterwasserfotografien des renommierten Künstlers David Fleetham und Arbeiten voll popkultureller Referenzen von Daniel Picard das LUMAS Portfolio.

Alle Werke sind unter www.lumas.com und in den über 40 Galerien weltweit handsigniert und als limitierte Edition erhältlich. 

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