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Alien: Covenant

Als 1979 ein Sci-Fi-Thriller mit dem Titel Alien seine Kinopremiere erlebte, hätte wohl kaum jemand prognostiziert, dass mit einem recht einfach strukturierten Plot um die Besatzung eines Raumfrachters, die sich einen fremdartigen Organismus an Bord holt, der sich zu einer äußerst feindseligen Spezies entwickelt, neue Maßstäbe in Sachen Spannungskino gesetzt würden. Doch Ridley Scott, der bis dahin vornehmlich eine veritable Karriere als Werbefilmregisseur und mit The Duelists erst einen Spielfilm gemacht hatte, setzte Alien als betont düsteren Thriller in Szene, in dem das Raumschiff keinen futuristischen Glanz vermittelt, sondern zu einem Ort klaustrophobischer Enge mutiert, an dem es kein Entkommen vor der außerirdischen Kreatur zu geben scheint. Dass mit der von Sigourney Weaver gespielten Ellen Ripley zudem eine Frau zentraler Charakter des Geschehens war – eine Ausnahme im Kino siebziger Jahren –, zählt zu den weiteren Alleinstellungsmerkmalen von Alien. Ripley blieb die verbindende Figur in drei Sequels, die von Regisseuren mit ebenso ausgeprägter wie höchst unterschiedlicher Handschrift (James Cameron, David Fincher, Jean-Pierre Jeunet) inszeniert wurden. Mit Prometheus, einem Prequel, das die Vorgeschichte der Alien-Spezies mit der Entstehung der Menschheit zu verknüpfen versuchte, machte sich Ridley Scott wieder selbst ans Werk. Über den nächsten Teil der Saga, Alien: Covenant, wiederum von Scott in Szene gesetzt, ist auch knapp vor dem Kinostart nur wenig bekannt. Zehn Jahre narrativer Zeit nach Prometheus ist ein Raumschiff in den Tiefen des Alls unterwegs, als es ein unbekanntes Signal aufnimmt, das möglicherweise ein Hilferuf sein könnte. Wer sich an Alien erinnert, weiß spätestens hier, dass nichts Gutes auf die Protagonisten zukommt.

 

Science Fiction/Thriller, USA 2017 ~ Regie Ridley Scott 
Drehbuch John Logan, Dante Harper Kamera Dariusz Wolski
Schnitt 
Pietro Scalia Musik Jed Kurzel Production Design Chris Seagers 
Kostüm Janty Yates
Mit Katherine Waterston, Michael Fassbender, Billy Crudup, Danny McBride, 
Demián Bichir, Callie Hernandez, Carmen Ejogo, Nathaniel Dean
Verleih Twentieth Century Fox, 122 Minuten
Kinostart 18. Mai

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