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Glein, Atelier&Shop © Sebastian Leitinger

Das 1x1 der Nachhaltigkeit

Text: Lena Style Fotos: Press

Luxusprodukte ohne Luxuspreis? Der Wiener Sebastian Leitinger weiß, wie das geht und tritt mit seinem Designstudio Glein den Beweis an. 

Die meisten Modestores und Onlineshops haben heutzutage eines gemeinsam: ihre schier unendliche Produktvielfalt. Massenwaren in allen erdenklichen Farben und Styles sollen keine Wünsche offen lassen. Ganz anders ist das Konzept von Glein, einem jungen Designstudio aus Wien. Im übersichtlichen Sortiment werden nur ausgewählte Items angeboten, dafür aber in erlesener Qualität. Zum Beispiel feine Modal-Unisex-Shirts aus Österreich und Bio-Baumwolle aus Tansania. Oder edle schwarze Schuhe, Ledertaschen und praktische Geldbörsen. „Wir stehen zum Konsum, allerdings muss dieser wesentlich reduzierter und dafür qualitativ hochwertiger erfolgen“, erklärt Designer Sebastian Leitinger. Glein arbeitet von der Materialproduktion bis zur Fertigung der Lederprodukte mit Werkstätten, Strickereien und Handwerksbetrieben in Kroatien, Österreich, Deutschland und Portugal. Dabei handelt es sich hauptsächlich um lokale Familienbetriebe, die Sebastian Leitinger zum Großteil persönlich kennt. Man merkt, dass hier auf einen ehrlichen und transparenten Austausch Wert gelegt wird. Bei so viel Sorgfalt und Qualität darf man normalerweise erwarten, dass sich auch die Preise im Luxussegment befinden, überraschenderweise ist das aber nicht der Fall. Die leistbaren Preise lassen sich vor allem durch den direkten Verkauf bewerkstelligen. Nachhaltig in Europa produziert, sollen die Produkte für Sebastian Leitinger nicht im Luxussegment versinken, sondern für die breite Masse leistbar sein: „Wir verwenden Leder, die normalerweise nur bei Waren Verwendung finden, die fünf bis zehn Mal so viel kosten wie unsere. Durch das minimalistische Design und den simplen Aufbau können wir aber auch in einem mittleren Preissegment mit solchen Materialien arbeiten“, so Leitinger weiter.
Durch Aufklärung will Glein aber auch mehr Bewusstsein dafür schaffen, wo die Produkte herkommen und unter welchen Bedingungen sie erschaffen wurden. Auf jedem Produkt finden sich Informationen über den Produktionsmonat, die verwendeten Materialien, deren Herkunft sowie das jeweilige Produktionsland. Zusätzlich bietet der junge Unternehmer noch ausführlichere Hintergrundinformationen auf der Website – oder bei einem Besuch im Atelier und Shop, der sich in einer besonderen Gegend angesiedelt hat. Kaum ein Hardcore-Shopper auf der Mariahilferstraße verirrt sich nämlich in die hippe Neustiftgasse. Hier sucht man eher das Besondere, Spezielle. Etwas Handgemachtes, das keine Massenware ist. Mit Nachbarn wie dem Papier-Spezialladen Sous Bois oder dem Avantgarde-Modehaus eigensinnig um die Ecke hat sich Glein genau im richtigen Grätzl angesiedelt.

www.glein.wien 

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