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Einstürzende Neubauten © Mote Sinabel

Donaufestival 2017

Text: Stefan Koroschetz Fotos:

Der nicht nur aus Funk und Fernsehen bekannte Thomas Edlinger wird ab dem diesjährigen Durchlauf das Kremser Donaufestival für zumindest fünf Jahre leiten. Er wird manches neu machen, doch das Festival wird erkennbar bleiben als Konvertierungsprogramm des Imaginären.

einer Schaukel, das aus dem Weltraum auf eine grüne Erde blickt. Daneben steht der Satz „Es ist so schön, machtlos zu sein“. Besucht man die Website des Festivals, findet sich dort eine animierte Grafik in denselben Farben, nur dass diesmal zwei Kinder auf unbestimmten rosa Untergrund in die Luft springen. „Wer recht haben will, kann nicht genießen“, lautet diesmal der Text zur Linken. Die vermeintliche Erdkugel befindet sich in ständiger, ruckartiger und flimmernder Bewegung. Was will diese Animation dem Besucher vermitteln? Eventuell die Relevanz eines Blicks von außen bzw. von oben, um einen Überblick zu bekommen? Das Flimmern der Erde und des Weltraums als Referenz an die totale Medialisierung des Lebens in den Industrienationen? Der Phantasie des Betrachters sind jedenfalls kaum Grenzen gesetzt, worin sich bereits ein zentraler Aspekt der inhaltlichen Ausrichtung des Festivals für Musik, Theater, Performance und bildende Kunst manifestiert. Die Festivalbesucher sollen/dürfen/können ihre eigenen Gehirnwindungen anwerfen und sich einen Reim auf die mannigfaltigen Programmpunkte machen ...

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