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Laphroaig Lore

Text: Oliver Stangl Fotos: Press

Die von den Brüdern Donald und Alex Johnston gegründete Whiskybrennerei Laphroaig auf der kleinen schottischen Insel Islay kann bereits auf eine mehr als 200-jährige Tradition zurückblicken. Zwar wechselten die Besitzverhältnisse im Laufe der Zeit immer wieder – seit 2014 gehört man zum japanisch-amerikanischen Beam- Suntory-Konzern – doch woran sich nichts geändert hat, ist die hohe Qualität des torfig-rauchigen Single Malts. Zu den Klassikern der in den letzten Jahren immer stärker nachgefragten Marke zählen beispielsweise der 18-jährige Laphroaig mit 48 Prozent Alkoholgehalt oder der 15-jährige Laphroaig mit 43 Prozent Volumen, der angeblich der Lieblingswhisky von Prinz Charles ist. Maßgeblich verantwortlich für das konstant hohe Niveau der Marke ist Master Distiller John Campbell, der vor kurzem in Wien seine neueste Kreation präsentierte: Den Laphroaig Lore. Der Name spielt dabei auf die Überlieferung von Wissen und Tradition an, denn Lore ist die Kurzform von „folklore“.

Doch Tradition bedeutet keineswegs Stillstand, denn der Neue präsentierte sich bei der Verkostung als logische Weiterentwicklung der bisherigen Sorten: Einerseits unverkennbar torfig und rauchig, andererseits so fruchtig wie noch kein Whisky der Marke bisher (Campbell ist ein bekennender Fan fruchtiger Geschmacksnoten). Der Lore sorgt für eine Vielzahl von Geschmackseindrücken, ist mit Vanille, Karamell sowie einer Chili-Note abgerundet und gestaltet sich im Abgang trocken-süß. Gereift wird er in verschiedenen Fässern: Ex-Bourbon Barrels, Oloroso Sherry Hogsheads, europäischen Eichenfässern sowie Quarter Casks. Der Lore mit seinem Volumen von 48 Prozent kommt zu einem guten Zeitpunkt auf den Markt, ist Whisky doch so hip wie schon lange nicht mehr, wovon nicht zuletzt die Kreationen von Szene-Barkeepern zeugen, die Whisky mittlerweile gern als Bestandteil von Cocktails verwenden. Der Laphroaig Lore mit seinem unverkennbaren Geschmack eignet sich dabei etwa hervorragend als Zutat eines Moscow Mule.

Die unverbindliche Preisempfehlung des Laphroaig Lore liegt bei 95 Euro – ein Preis, den er als überzeugende Erweiterung von Laphroaigs Premium-Segment auch durchaus wert ist.

www.laphroaig.com

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