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Con Fidel Pase Lo Que Pase

Look East for Great Films!

Text: Brigitte Auer Fotos:

Im Westen nichts Neues? Das erste LET’S CEE Festival bringt für eine Woche hochkarätige Filme aus Zentral- und Osteuropa nach Wien, die zum allergrößten Teil noch nicht in österreichischen Kinos zu sehen waren. Mehr als 30 Filme werden in zwei Wettbewerbsschienen sowie einigen programmatischen Schwerpunkten (zum Beispiel zum estnischen Kino oder dem südosteuropäischen Musikfilm) zwischen 28. Mai und 3. Juni in den zwei Festivalkinos Apollo und Urania gezeigt. Festivaldirektorin Magdalena Żelasko und ihr Team haben eine stimmige Mischung aus Arthouse-Filmen, Kassenschlagern sowie Klassikern verschiedenster Genres zusammengestellt, flankiert von zahlreichen Rahmenveranstaltungen – neben unverzichtbaren Parties und musikalischen Acts im ost klub und der Strandbar Herrmann wird ein Filmsymposium veranstaltet, Workshops abgehalten, eine Fotoausstellung eröffnet und sogar Schulkino wird es geben.14 Filme sind im Wettbewerb zu sehen, darunter sechs in der Sparte Spielfilm, kuratiert von einem Team rund um die Schauspielerin und Leiterin von EU XXL Film Mercedes Echerer und acht Filme aus ebensovielen Ländern, die im Dokumentarfilm-Bewerb (kuratiert von der kroatisch-niederländischen Filmemacherin und Dozentin Rada Šešić) um Geldpreise und die vom österreichischen Künstler Tone Fink gestaltete „Urania“ rittern.

In der Riege der Spielfilme findet sich beispielsweise Slava Ross’ zweite Regiearbeit Siberia, Monamour aus Russland. Die tragische Geschichte rund um einen alten Mann und seinen Enkel, die im sibirischen Spätherbst, bedroht durch mehrfache Gefahren, ums Überleben kämpfen, musste auch hinter den Kulissen mit schwierigen Umständen – durch die Finanzkrise kam Ross über die Hälfte seiner Crew abhanden – umgehen. Auf der wahren Geschichte des 2008 vom eigenen Vater wegen seiner Homosexualität ermordeten Ahmet Yildiz basiert der türkische Film Zenne – Dancer von M. Caner Alper und Mehmet Binay. Auch im Wettbewerb zu sehen ist die bereits auf der Berlinale vertretene Studie eines Familienstreits Everybody In Our Family von Radu Jude aus Rumänien. In der Dokumentar-Schiene geht es unter anderem mit Goran Radovanović nach Kuba (With Fidel Whatever Happens), mit dem Bulgaren Stefan Valdobrev ins Fußballstadion (My Mate Manchester United) oder ins Herz einer tierliebenden, älteren alleinstehenden Dame aus Lettland (33 Animals Of Santa Claus von Laila Pakalnina).

Eine beachtliche Liste an Gästen aus den Bereichen Regie, Schauspiel, Produktion, Drehbuch als auch der Filmkritik werden im Zuge von Publikumsgesprächen wie auch in den Rahmenveranstaltungen anzutreffen sein. Die Filme sind in Originalsprache mit englischen und deutschen Untertiteln beziehungsweise in deutscher Synchronfassung zu sehen. Karten gibt es auf der Website des Festivals und bei oeticket.com, in der Festivalwoche sind sie auch an den Abendkassen des Apollo und Urania-Kinos erhältlich.

 

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