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Luma.Launisch

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Vor 2 Jahren starteten die beiden Visual Artists Astrid Steiner und Florian Launisch kurze Porträts von verschiedenen Plätzen der Welt zu gestalten und diese unterschiedlichen Orte einander gegenüberzustellen. Die Reiseroute macht unter anderem Halt in Tokio, Abu Dhabi, New York, Sao Paulo, Rom und Berlin. „Die Herausforderung ist, die vielen Stunden an Drehmaterial auf 1 Minute zu verdichten. Die eine Szene zu finden, die mehr über den Platz erzählt als die restlichen 100 Minuten. Man kann sagen wir sammeln wie verrückt, um dann wie verrückt wegzulassen. 60 Seconds Somewhere heißt Eintauchen in eine Stadt, um einen kurzen Augenblick zu erleben – analog, warm und poetisch. Gerade wenn man sich einlässt, ist es schon wieder vorbei und man wird in die nächste Stadt hineingezogen. Über 25 solcher einminütigen Porträts sind seither entstanden, das Projekt wächst weiter. „Die magischsten Plätze für uns waren Rio, Detroit und Shanghai. Es ist immer einfacher, die Schönheit im Fremden zu erkennen, als im Bekannten. Bisher haben wir noch kein Porträt von Wien oder einem anderen Platz in Österreich gemacht – es ist zu schwierig.“ In ihrer Arbeit ist die Bildüberlagerung verschiedener Szenen ein immer wiederkehrendes Stilelement. So werden Momente miteinander kombiniert, die visuell ein stimmiges Ganzes ergeben, sich aber inhaltlich mitunter widersprechen. Die Musik zu den einzelnen Porträts stammt von über 20 internationalen und nationalen MusikerInnen, die extra für die Arbeit einminütige Soundtracks gestaltet haben: Jimmy Edgar, Qluster, Gene Pritsker, Chén Dé Bin, Bernhard Fleischmann, Werner Dafeldecker, Electric Indigo, Ken Hayakawa, Ritornell, Ogris Debris, Kollektiv Turmstrasse … Das Projekt 60 Seconds Somewhere wird 2012 als Videoinstallation in verschiedenen Städten gezeigt. Es gibt Gespräche mit Galerien in Wien, Berlin sowie New York. Auch die Zusammenarbeit mit dem Jazz-Pianisten und Komponisten Martin Reiter wird fortgesetzt. 2012 werden Luma.Launisch mit ihm und weiteren Musikern ein audio-visuelles Album auf DVD und online veröffentlichen. Auch die soeben vom ZIT, der Technologieagentur der Stadt Wien, ausgezeichnete Live-Show Innenweltkosmos zusammen mit dem Wiener Elektronik-Produzenten Ken Hayakawa wird weitere Male aufgeführt.

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