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Kreisky © Ingo Pertramer

Popfest Wien 2018

Text: Shilla Strelka Fotos: Press

Jedes Jahr pilgern tausende Musikbegeisterte zur Karlskirche, um Musik unter freiem Himmel zu erleben. Mittlerweile zum neunten Mal darf sich die lokale Szene hier selbst feiern. Und das ist durchaus berechtigt. Das Line-up trommelt dieses Jahr Musiker und Musikerinnen zusammen, die nicht auf oberflächlichen Glamour setzen, sondern dem Störrischen und Schwermütigen Platz einräumen. Mit durchschnittlich 60.000 Gästen ist das Popfest ein Prestigeprojekt der Wiener Kulturpolitik. Es möchte Anlaufstelle für ein breites Publikum sein, lockt mit gratis Eintritt dazu, Neues zu entdecken. Viele sehen die Tage aber wohl auch als Chance, sich ohne viel Aha-Erlebnis einfach die volle Dröhnung zu verpassen. Der Standort verspricht großes Kino. Die Karlskirche ist seit Beginn Hintergrundkulisse für das viertägige Großevent, das die heimische Musikszene auf die Bühne bringt. Die Lage hat durchaus Symbolcharakter. Hier baut sich ein Festival im Umfeld von Konzerthaus, Oper und Musikverein auf und fordert Aufmerksamkeit für die (sogenannte) Populärkultur des Landes ein. Die jährlich wechselnden Kuratoren sind dabei gefordert, die Menge bei der Stange zu halten, aber auch über neue Acts und progressive Ansätze zu verständigen. Keine leichte Aufgabe. Brachte das letztjährige Festival mit Ana Threat und Eberhard Forcher eine Counterculture-Heroine und einen Ö3-Radio Veteranen zusammen, also zwei Köpfe, die eigentlich so überhaupt nichts gemeinsam zu haben schienen, so setzt man dieses Jahr wieder mehr auf Einigkeit.

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Mavi Phoenix © Kyle Weeks

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Naked Lunch © Mario Lang

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