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PBG Studio

Raum für Schönes

Text: Lena Style Fotos: Press

Bester Blick auf das nationale und internationale Designgeschehen: Auf der alljährlichen blickfang-Messe im Wiener MAK präsentieren sich Designer aus Wien und ganz Europa Schulter an Schulter. Durch den Pop-up-Store im 7. Bezirk ist auch eine sympathische Neuerung mit dabei.

Als Geheimtipp kann man die dreitägige Designmesse wirklich nicht mehr bezeichnen. Zum sage und schreibe 15. Mal öffnet sie dem Wiener Publikum ihre Türen. Über 70.000 Besucher werden jährlich auf den Messen in Basel, Bern, Hamburg, Köln, Stuttgart, Wien und Zürich begrüßt. Zahlen, die für sich sprechen. Es gibt eben Dinge, die man nur hier findet, die sozusagen im Geheimen auf einen warten. Denn manchmal entdeckt man das Besondere nicht in Kaufhäusern, in Katalogen oder im Internet, sondern in den weitläufigen Hallen des Wiener MAK. Vom 27. bis 29. Oktober versammeln sich dort abermals 150 lokale und internationale Designer, um ihre neuesten Entwürfe vorzustellen, zu verkaufen und um mit anderen Designaffinen ins Gespräch zu kommen. Denn das ist es nicht zuletzt, was die Messe immer noch auszeichnet: Der direkte Kontakt mit jenen Menschen, die die Produkte erschaffen haben, die man ersteht. Nur hier kann man besondere Einblicke in deren Arbeit bekommen, erfährt man mehr über die Inspirationen und geht dann schlussendlich mit einem Stück voller Geschichte nach Hause.

Heimat bist du großer Künstler

Österreich und Mode? Da fällt einem doch gleich Helmut Lang ein. Und weiter? Nach dieser Frage könnte die breite Masse vielleicht ein wenig ratlos dreinblicken. Damit sich das endlich grundlegend ändert, hat man auf der blickfang die departure-Förderfläche eingerichtet. Hier wird gezeigt, wie beeindruckend, kreativ und vielfältig die Designlandschaft abseits großer Marken aussieht. Die hier zu findenden Möbel, Kleidungsstücke und Accessoires beweisen, dass Wien ein wahrer Nährboden für kreative Talente ist. Julia Skergerth etwa entschied sich bewusst gegen Städte wie London und New York, um ihr Schuhlabel in Wien aufzubauen (FAQ berichtete in Ausgabe 43 bereits darüber). Das Wäschelabel Miyagi wiederum setzt auf einen japanischen Namen und Tokioter Ästhetik – doch selbst das hochwertige Tencel-Textil, aus dem die Stücke gefertigt sind, stammt aus Österreich. Und hinter der Möbelmanufaktur Glein stehen Absolventen der Universität für angewandte Kunst, die ihr Wiener Netzwerk nutzen, um moderne Vollholz-Möbel zu kreieren, die genauso gut in einem skandinavischen Designstore in der Auslage stehen könnten.

Von Wien aus in die Welt

Außerdem nicht neu ist, dass die Messe sich nicht nur auf heimische Highlights konzentriert, sondern auch internationale Akzente setzt, wie zahlreiche Newcomer aus 16 Nationen beweisen. Auch die Dutch Design Sonderschau hat noch lange nicht ausgedient und geht dieses Jahr in die dritte Runde. Hier steht der Dialog zwischen niederländischem und österreichischem Design im Fokus, das durch starkes Gespür für Formsprache und Details sowie Mut zum Andersdenken gekennzeichnet ist. Und genau da kommen wir zur großen Neuerung des diesjährigen Messe-Events: Ab 27. Oktober wird es erstmals einen dazugehörigen Pop-up-Store geben! Dieser wird die Besucher aus dem MAK in eine besonders charmante Gegend der Stadt locken. Das Wiener Modelabel Roee, selbst ein blickfang-Dauergast, wird ausgewählten Entwürfen der niederländischen Designerriege Unterschlupf gewähren. Also nichts wie hin ins Ladenatelier in der Bandgasse im 7. Bezirk. So ein Pop-up-Store wäre heutzutage natürlich nichts Besonderes mehr, das dachten sich auch die Messemacher. Sehen lassen kann sich aus diesem Grund die Dauer des temporären Events: Bis zum 31. Jänner 2018 kann man hier nämlich noch ein bisschen blickfang-Feeling erhaschen, nachdem die Messe weitergezogen ist (die gezeigten Entwürfe werden auch monatlich wechseln). Den Auftakt bilden die Designer, die auch auf der blickfang persönlich vertreten sind. So kann man dort und auch über die Messe hinaus im Pop-up-Store die farb- und musterstarken Strickentwürfe von Thijs Verhaard entdecken, sich in fein gedrehte Holzleuchten von Emile van Hoogdalem verlieben oder mit den Taschen von Renske Versluijs seinen neuen Lieblingsbegleiter mit zu sich nach Hause nehmen.

Man sieht, es gibt auch dieses Jahr wieder mehr als genug Gründe, in die Innenstadt zu pilgern. Sollte die Geborgenheit der eigenen vier Wände an diesem Feiertagswochenende dennoch zu verlockend sein, gibt es natürlich den altbewährten Onlineshop. Unter www.blickfang-onlineshop.com kann man rund um die Uhr, das ganze Jahr über einige Highlights per Mausklick shoppen. Dennoch lohnt es sich, das Sofa zu verlassen – denn im Netz ist nur ein kleiner Teil der 150 Designer vertreten.


FAQ verlost 3x2 Freikarten für die blickfang Designmesse in Wien.
Senden Sie bis 23. Oktober eine E-Mail mit dem Betreff 
"blickfang" an gewinnspiel@faq-magazine.com
www.blickfang.com

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