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© 2017 Warner Bros. Entertainment Inc.

Ready Player One

Steven Spielberg zeichnet mit „Ready Player One“ das Bild einer wenig wünschenswerten Zukunft.

Im Jahr 2045 stellt sich das Leben auf der Erde ziemlich unerfreulich dar. Die Ressourcen des Planeten sind aufgrund hemmungsloser Ausbeutung nahezu aufgebraucht, die überwiegende Zahl der Menschen muss in hoffungslos überbevölkerten Städten, in denen die meisten Viertel immer stärker Slums gleichen, ein trostloses Dasein fristen. Um dem Elend wenigstens zeitweilig zu entkommen, begeben sich viele Menschen in eine virtuelle Realität. Der geniale Programmierer James Donovan Halliday (Mark Rylance) hat mit OASIS ein äußerst populäres Spiel kreiert, das den Usern fast alles ermöglicht, was sie in ihrer Phantasie erleben wollen. Auch nach seinem Tod hat Halliday für alle Spieler eine Überraschung parat. In der virtuellen Welt verbirgt sich ein „Easter Egg“, und wem es gelingt, dieses zu finden, erhält nicht nur einen enorm hohen Geldbetrag sondern erlangt außerdem Kontrolle über OASIS. Es beginnt eine wilde Jagd, an der sich auch Wade Owen Watts (Tye Sheridan) beteiligt. Als der junge Mann kurz vor seinem großen Ziel zu stehen scheint, muss er feststellen, dass der eine oder andere Konkurrent wirklich alles versucht, um an den großen Preis zu kommen. Aus dem Spiel in der virtuellen Welt droht eine Gefahr für das reale Leben zu werden. 
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Steven Spielberg hat mit Ready Player One einen dystopischen Ausblick in eine nicht allzu ferne Zukunft unternommen, der auf dem höchst erfolgreichen, gleichnamigen Debütroman von Ernest Cline basiert. Dem Science-Fiction-Genre hat sich Spielberg in seiner illustren Karriere schon auf vielseitige Weise angenommen. Close Encounters of the Third Kind (1977) etwa thematisierte die Begegnung zwischen Menschen und außerirdischen Geschöpfen vor einem wissenschaftlichen Hintergrund, der für das Genre ebenso ungewöhnlich war, wie die Tatsache, dass dieses Aufeinandertreffen völlig friedlich ablief. Mit den für die damalige Zeit bahnbrechenden Licht- und Spezialeffekten wurde Close Encounters zu einem Meilenstein des Genres. 
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Den vermutlich populärsten Außerirdischen schuf Steven Spielberg mit dem Titelhelden aus E.T. the Extra-Terrestrial (1982). Die kongeniale Verbindung von Sci-Fi mit märchenhaften Elementen zählt immer noch zu einem der größten Erfolge an den Kinokassen und wurde von der Kritik hochgelobt. Einen deutlich ernsteren Hintergrund hat A.I. – Artificial Intelligence (2001) – Stanley Kubrick hatte lange Zeit versucht, das Projekt umzusetzen, ehe er es noch vor seinem Tod Spielberg anvertraute – mit seinem Plot um einen Roboter in Gestalt eines kleinen Buben, der über ein eigenes Bewusstsein und menschliche Emotionen verfügt.

Ein noch düstereres Bild von der Zukunft zeichnete Spielberg in der Philip-K.-Dick-Adaption Minority Report (2002). Im Mittelpunkt steht eine Spezialeinheit der Polizei, die mit Hilfe von Präkognititon zukünftige Verbrechen verhindert – doch diese Methode hat ihre Tücken. Ein ebenso dystopisches Bild der Zukunft, wie jenes, das Steven Spielberg nun mit Ready Player One zeichnet.

 

READY PLAYER ONE
Science-Fiction, USA 2018 – Regie Steven Spielberg
Drehbuch Zak Penn, Ernest Cline Kamera Janusz Kaminski
Musik Alan Silvestri
Mit Tye Sheridan, Olivia Cooke, Ben Mendelsohn, Mark Rylance,
Simon Pegg, Letitia Wright, Hannah John-Kamen
Kinostart 6. April

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