article_1230_sts_001_580x396.jpg

Song to Song

Terrence Malick kann man mit allem Recht als den Solitär des Weltkinos bezeichnen. In den siebziger Jahren machte sich Malick mit Badlands und Days of Heaven als Auteur mit ausgeprägtem Stil einen Namen, ehe er sich für knapp zwei Jahr-zehnte fast völlig zurückzog. Erst 1998 drehte er seinen nächsten Film, The Thin Red Line, eine der außergewöhnlichsten Arbeiten zum Thema Krieg, mit der Malick meisterhaft eines seiner zentralen Motive, den Kontrast zwischen der Harmonie der Natur und der destruktiven Seite des Menschen, zu variieren versteht. Malicks Filme wie The Tree of Life oder Knight of Cups folgen noch viel weniger konventionellen Erzählstrukturen, sondern sind vielmehr Regiearbeiten, die assoziativ wirken und einen eigenwilligen Rhythmus entwickeln, auf den man sich erst einlassen muss und die durchaus ambivalente Reaktionen hervorriefen. Ein Konzept, dem Malick auch bei seinem neuen Film, Song to Song folgt, einer Dreiecksgeschichte vor dem Hintergrund der Musikszene von Austin, Texas. Eine junge Musikerin ist dabei zwischen einem Produzenten und einem Songschreiber hin und hergerissen. Neben den drei Protagonisten, die von Rooney Mara, Michael Fassbender und Ryan Gosling verkörpert werden, ist Song to Song prominent mit Cate Blanchett, Natalie Portman, Holly Hunter oder Val Kilmer besetzt, dazu absolvieren Musikgrößen wie Iggy Pop und Patti Smith Gastauftritte.

Tags: