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Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

Ist es eine Komödie? Ist es eine Tragödie? Ist es eine gnadenlose Abrechnung mit Allem und Jedem? „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ von Martin McDonagh definiert den Platz zwischen den Stühlen neu.

Etwas ausserhalb des Ortes gammeln sie, lange schon ungenutzt, vor sich hin: Jene drei Plakatwände, die eines Tages einen Geistesblitz aussenden, der in das Gehirn von Mildred Hayes fährt, deren Haus auf dem Hügel gleich dahinter liegt. Beinahe täglich mindestens zwei Mal führt Mildreds Weg an den Werbetafeln vorbei und man kann sich vielleicht ein bisschen darüber wundern, dass es so lange gedauert hat, bis ihr der Gedanke an ihre Nutzung kam. Aber jedenfalls steht sie nun mit entschlossener Miene im Büro des Werbeagenten und tut kund zu wissen, dass sie die Tafeln zu mieten gedenkt und was auf ihnen zu lesen stehen soll. Mit wachsender Beunruhigung und zunehmendem Ungemach sieht der junge Mann die ruhige Kugel, die er bis dahin in seinem Büro geschoben hat, davonrollen – wie sich herausstellen wird: für immer.

Denn Mildred Hayes lässt inmitten des kleinen, im US-amerikanischen Bundesstaat Missouri gelegenen Gemeinwesens Ebbing eine Bombe platzen und stellt, ein Jahr nach der Ermordung ihrer Teenager-Tochter Angela, die folgende unbequeme Frage in den öffentlichen Raum:

„Raped while dying – and still no arrests – how come, Chief Willoughby?“ …

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Oscars 2018    
Beste Hauptdarstellerin: Frances McDormand 
Bester Nebendarsteller: Sam Rockwell  

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