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Welcome Back!

Seit 1989 und in über 35 Festivalausgaben sammelt das imagetanz Festival neue Positionen und Verkörperungen aus choreografischer Kunst. Vor dieser über 25-jährigen Geschichte bietet die Eröffnung des dreiwöchigen Festivals unter dem Motto „Welcome Back“ eine prospektive Reise in die eigene Tanzvergangenheit und zeigt unter dem (Sub-)Titel „The Inheritance“ am 3. März in der Kunsthalle Karlsplatz Reenactments und Auszüge von Arbeiten aus dem imagetanz-Archiv. Acht Künstlerinnen und Künstler (Namedrops a: Doris Uhlich, Christine Gaigg, Philipp Gehmacher, Alix Eynaudi, Daniel Aschwanden, Superamas, Krõõt Juurak und Anne Juren) wurden eingeladen, ihre damaligen Arbeiten mittels unterschiedlichster Strategien an selbstgewählte junge Kunstschaffende (Namedrops b: Dorothea Zeyringer, Simon Mayer, Andrea Gunnlaugsdóttir, Gerald Straub, Malika Fankha und Sara Lanner) weiterzugeben.

Nicht die simple Reproduktion eines Originals, sondern das Markieren einer differenzierten Wiederbelebung von Performancematerial stand beim Pfadfinden von der Vergangenheit in eine mögliche Zukunft als Leitmotiv am Orientierungshorizont. Bei der Eröffnungsparty am 3. März nach dem All-Stars-Aufgebot in der Kunsthalle begibt sich der Festivalleiter Jacopo Lanteri, der die beiden vergangenen imagetanz Spielzeiten gestaltete und ab April von Flori Gugger abgelöst wird, hinter das DJ-Pult der Bar namens burt und wird als DJ Desperate Underground trick- und songreich den tanzenden Nachtschwarm an Performance-Perchantisten ekstatisieren.

Nach dem Auftakt mit acht Stücken im Rahmen der Reenactment-Reihe „The Inheritance“ arbeiten zwei Künstlerpaare weiter an ihren Projekten. Beim Doppelabend „The Inheritance Extra“ in der letzten Festivalwoche zeigen Superamas und Malika Fankha die komplette Performance „PISSING EVERYWHERE IS NOT VERY CHANEL“. Christine Gaigg präsentiert mit den ehemaligen Tänzern Alban Richard und Cyril Accorsi von „The Time Falling Bodies Take to Light“ eine Lecture-Performance, in der über das damalige Stück reflektiert wird.

Neben Wiederaufführungen steht ein weiterer Fokus auch dieses Jahr auf der Uraufführung choreografischer Positionen junger Künstlerinnen und Künstler aus Österreich. Den Auftakt macht das Duo Sõõt/Zeyringer mit dem neuen Stück „We will figure it out“. Ihre Erfahrung mit Alzheimer-Patienten thematisiert die Künstlerin Andrea Gunnlaugsdóttir in „Blank Blank“. Machtverhältnisse zwischen Tänzer und Choreografin handelt „S/M (Stage/Made)“ von Claire Lefèvre und Evandro Pedroni improvisatorisch aus. Moritz Majce und Sandra Man nehmen die Geschichten von Narziss und der Nymphe Echo als Ausgangspunkt für „Narziss Echo“.

Das Projekt „Huggy Bears“, mit dem die Performancegruppe Superamas junge Künstler unterstützt, geht dieses Jahr bei imagetanz in die zweite Runde. Nachwuchskünstlerinnen und -künstler präsentieren Auszüge aus aktuellen Arbeiten, mit dabei sind heuer Malika Fankha mit „Let’s keep it open“, Matan Levkowich mit „War and Love“ sowie Maiko Sakurai und Cat Jimenez mit „PI – episode 3“.

Ein Netzwerktreffen von dasfundus lädt außerdem im Outreach-Programm von imagetanz Kulturschaffende und KünstlerInnen aus der freien Szene zu einem Abend (10. März) in der brut-Bar burt, um und über Vernetzungen und Unterstützungsmöglichkeiten auszutauschen.

Ein mögliches Highlight und somit schöner Festivalabschluss könnte die neue Performance von Dewey Dell sein. „SLEEP TECHNIQUE“ erforscht mit bassigen Sounds und reduzierter Ästhetik performativ im Theaterdunkel die Mystik von den Gemälden in der Chauvet-Höhle. Das imagetanz-Finale am 25. März wird mit einem technoiden DJ Set von Black Fanfare (Demetrio Castellucci vom italienischen Kollektiv Dewey Dell) veredelt.


imagetanz – Welcome Back
3. März bis 25. März
www.brut-wien.at

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