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Wendy & Jim

Text: Anne Feldkamp Fotos:

Wendy & Jim sind immer mal wieder für eine Überraschung gut. Hermann Fankhauser und Helga Ruthner, die ihr Label 1999 gegründet haben, haben nun endlich das getan, was sie schon immer tun wollten – ein Parfüm rausbringen. Denn: „Für uns war ein Parfüm als Vision immer da.“ Ein ganz normaler Duft, wie ihn die großen Modehäuser in regelmäßigen Abständen auf den Markt werfen, ist es aber zum Glück nicht geworden. Stattdessen gibt es jetzt ein Flakon in Form eines skelettierten Fuchsschädels aus Porzellan, der in Zuammenarbeit mit der Manufaktur Augarten entstanden ist. Wie diese Liaison zustande kam? „Wir haben Augarten von unserer Idee erzählt und sie haben begeistert begonnen sie zu realisieren!“, erzählt Helga Ruthner. So enthusiastisch man jedoch begann, so schnell landeten Fankhauser und Ruthner wieder auf dem Boden der Realität. Das Design, einmal in schlichtem Weiß, ein anderes Mal mit dem süßlichen Muster der Wiener Rose aus dem Hause Augarten überzogen, existierte bereits, da machte plötzlich der Sprühkopf Probleme. Die Entwicklungszeit des Fuchsflakons zog sich daraufhin in die Länge, fast zwei Jahre wurde an der Realisation getüftelt. Und für die Entwicklung des Duftes? Holten sich Wendy & Jim Wolfgang Lederhaas ins Boot: „Aus einem ersten Kennenlernen wurde schnell ein erstes ernst gemeintes Parfümgespräch“, erinnert sich Helga Ruthner an das erste Zusammentreffen mit dem Parfümeur. Wie der Auftrag an Lederhaas lautete? „Genau genommen haben wir an Momente gedacht, in denen ein Mensch besonders gut riecht.“ Umgesetzt wurde diese Aufgabenstellung nun mit rein natürlichen Inhaltsstoffen. Ein Bioparfum von Wendy & Jim, warum denn das? „Es wäre zu schön, wenn man auch bei Mode das Thema ‚Bio‘ einfach und unkompliziert bearbeiten könnte, ohne dann nur noch dieses Thema zu kommunizieren, meint Ruthner. Und: „Es ist eine schöne Herausforderung, nur innerhalb eines bestimmten Spektrums wählen zu können – in unserem Fall das biologisch natürliche Spektrum.“ So riecht „Drop N°01“ nun nach Jasmin, dem Holz des Amyrisbaums, bitteren und süßen Zitrusarten, Myrrhe und Frauenmantel. Wem das noch zu abstrakt ist, der sollte schleunigst eine der Verkaufsstellen des Parfums besuchen und den Inhalt des kleinen Fuchsschädels beschnuppern.

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