Die Descendents gehen selten auf Tour, und wenn dann am 30. März ein Stopp in der Wiener Arena eingeplant ist, dann ist das ein Grund, in Jubel auszubrechen. Die kalifornischen Punklegenden, ohne die es Green Day nie gegeben hätte, rund um Sänger Milo Aukerman, sind auch 2025 immer einen Abend wert. Denn im Gegensatz zu vielen Zeitgenossen auf beiden Seiten des Atlantiks war Humor den Descendents nie fremd, sondern immer schon Bestandteil des Charmes der Band. Ihr erstes Album hieß „Milo Goes To College“ und das, weil Milo die Band verließ, um seinen Doktor in Biologie zu machen. Vielleicht ist auch das Leben als Teilzeit-Punk der Grund, warum die Descendents nie verbittert oder zynisch wurden. Immer dann, wenn Milo die Band wieder einmal auferstehen ließ und sein Wissenschaftlerherz Pause hatte, waren alle mit vollem Herzen bei der Sache und genossen die Zeit auf Tour und im Studio. Und das gilt auch jetzt im fortgeschrittenen Alter, denn Liebe kennt keine Altersgrenze und die Bühnenpräsenz von Milo auch nicht. Es ist also angerichtet, und wenn die Ohren surren, kann der Gehörschutz herausgeholt werden. Die Band hat dafür Verständnis, auch für Staus am Merch-Stand, denn T-Shirts mit den Motiven von Milo (wem sonst) sind immer heiß begehrt. Lasst die Spiele beginnen, im Vorprogramm zelebrieren die Zeitgenossen Circle Jerks ihre Wut.

