Brompton – wenn dieser Name erklingt, schlägt Fahrrad-Aficionados weltweit das Herz höher. Die längst zur Ikone gewordene Marke vereint innovative Features mit höchster Qualität, schickem Design und dem gewissen Hipness-Faktor. Über eine Million Fahrräder hat der größte Fahrradhersteller Großbritanniens mittlerweile produziert, rund 45.000 Stück fertigt man per anno, weltweit gibt es 1.500 Einzelhändler. Durch das dreistufige Faltsystem lassen sich die Bromptons schnell auf- und zusammenklappen; sie sind bequem zu verstauen und eignen sich auch für den Transport in öffentlichen Verkehrsmitteln.
Vor 50 Jahren baute der Brite Andrew Ritchie sein erstes Fahrrad – ein kompaktes Faltrad, das seither Kultstatus erreicht und immer wieder Mobilitätsgeschichte geschrieben hat. 1976, zu Beginn der Erfolgsgeschichte, ließ sich Ritchie von einem Aluminium-Faltrad namens „Bickerton Bike“ inspirieren – ein zwar innovatives, aber technisch unausgereiftes Modell. Ursprünglich hatte der studierte Ingenieur, der an der Trinity University in Cambridge ausgebildet wurde, nur ein Einzelstück für den Eigengebrauch im Sinn. Doch schon bald setzte sich die Idee durch, dass ein durchdachtes Faltrad auch für eine breitere Öffentlichkeit nützlich sein könnte.

Andrew Ritchie
So begann Andrew Ritchie in seinem Londoner Schlafzimmer mit der Arbeit an einem Prototyp, den er nach der neobarocken Basilika Brompton Oratory benannte, die sich in seiner Nachbarschaft befand. In den folgenden Jahren mietete er sich in eine Maschinenbaufirma ein, verfeinerte seine Konstruktion kontinuierlich und fertigte die ersten Modelle auf Bestellung in Handarbeit.
Der Rest ist Fahrradgeschichte: Die Produktionsstätten wurden stetig größer, das Produkt immer ausgefeilter. Für die Bromptons mussten nicht nur eigene Fertigungsverfahren entwickelt, sondern auch spezielle Werkzeuge konstruiert werden. Jedes Brompton besteht aus über 1.200 Einzelteilen und lässt sich in wenigen Sekunden auf ein Drittel seiner Größe zusammenfalten.
Auch heute noch wird jeder Stahlrahmen in der Londoner Fabrik handgefertigt und auf Qualität geprüft – inklusive einer einzigartigen Sieben-Jahres-Garantie auf den Rahmen.

Brompton Factory
Neuer Allrounder
Bislang hatte Brompton vier Modelllinien im Angebot, die sich in Material, Gewicht und Ausstattung unterscheiden. Die A Line mit 3-Gang-Schaltung sowie die C Line mit wahlweise 2, 6 oder 12 Gängen bestehen aus Stahl und wiegen jeweils rund 11,5 Kilogramm. Die leichtere P Line, mit Hinterbau und Gabeln aus Titan, kommt je nach Ausstattung (4 oder 12 Gänge) auf etwa 9,99 Kilogramm. Besonders exklusiv präsentiert sich die T Line mit Volltitanrahmen: Sie bringt lediglich 7,45 Kilogramm auf die Waage. Und wer Technik mit einem Hauch Science-Fiction schätzt, greift zur T Line Ceratech – eine Sonderedition mit keramischer Beschichtung, inspiriert von Raumfahrttechnologien. Das Ergebnis: 12 Gänge und nur 8,8 Kilogramm – ein Statement für Ingenieurskunst und urbanen Stil. Sowohl die C Line als auch die P Line sind zudem auch als E-Bikes erhältlich.
Vor wenigen Monaten hat Brompton seine Modellfamilie um ein besonders ambitioniertes Mitglied erweitert: Die G Line lädt dazu ein, die Stadtgrenzen hinter sich zu lassen – ohne auf Komfort zu verzichten. Konzipiert wurde sie als ganzheitliche Weiterentwicklung rund um Bromptons ikonischen Faltmechanismus. Der handgelötete Stahlrahmen bleibt erhalten, doch das Rad zeigt sich in neuer Geometrie: Größere 20-Zoll-Laufräder (statt der üblichen 16 Zoll) und eine breitere Gabel aus Aluminium sorgen für ein Plus an Stabilität – spürbar im Gelände wie auch bei schnellen Abfahrten. Selbst unbefestigte Wege, schlammige Pfade oder verwurzelte Waldböden werden damit nicht zur Herausforderung, sondern zum Erlebnis. Die G Line bewahrt auch abseits asphaltierter Straßen jene souveräne Leichtigkeit, die Brompton-Fahrerinnen und -Fahrer seit jeher schätzen – jetzt nur eben ein gutes Stück abenteuerlustiger.

Erstmals verbaut Brompton bei der G Line hydraulische Scheibenbremsen von TRP – mit denen sich Fahrten bei jedem Wetter und auf wechselndem Untergrund souverän meistern lassen. Ergänzt wird das Setup durch eine wartungsarme Shimano Alfine 8-Gang-Nabenschaltung, deren Technik gut geschützt im Inneren der Hinterradnabe sitzt. Wer sich elektrischen Rückenwind wünscht, greift zur neuen Electric G Line: Sie kombiniert den bewährten Brompton-Antrieb mit einer kompakten 4-Gang-Schaltung – ideal für längere Pendelstrecken mit Leichtigkeit.
Was war die Inspiration für dieses revolutionäre Modell? Dazu Brompton-CEO Will Butler-Adams: „Brompton-Besitzer lieben ihr Faltrad. Das klassische Brompton wurde ursprünglich für den Stadtverkehr konzipiert. Jetzt, da es immer mehr Menschen hinauszieht, war es an der Zeit, all das, was ein Brompton so besonders macht, so zu modifizieren, dass das Bike auch außerhalb des urbanen Umfelds auf anspruchsvollerem Terrain funktioniert.“
Über die Innovationen der G Line könnte man lange schreiben, denn es handelt sich zweifellos um das vielseitigste Rad von Brompton. Die G Line wurde über 250.000 Kilometer getestet und erfüllt alle Industriestandards. Das 20-Zoll-Faltrad hat im Rahmen dieser Tests Staub und Schotter ebenso gemeistert wie nassen Asphalt oder Kopfsteinpflaster. Um das Fahrgefühl perfekt auszubalancieren, wurde die G Line mit einem der weltweit führenden Ergonomie-Experten entwickelt und getestet; Fahrende können zwischen Small, Medium und Large wählen. Weiters ist das Rad mit dem Wide Platform QR-Pedalsatz ausgestattet. Diese besonders griffigen Pedale bieten außergewöhnliche Stabilität. Die ergonomisch geformten Griffe der G Line sorgen für angenehme Dämpfung und optimale Druckverteilung.

Und auch das Zusammenfalten ist so unkompliziert wie stets, wobei sich hier ebenfalls von überaus innovativen Details zu berichten lässt: Das Bike, das sich in 20 Sekunden (laut Herstellerangabe) zu einem kompakten Paket falten lässt (Maße: 690 mm (H) x 730 mm (L) x 402 mm (B); ca. 14 kg in der Größe Small), kann beispielsweise in einem Kofferraum, einem Segelboot oder einem Ein-Personen-Zelt verstaut werden. Wenn man will, kann man die G Line auch im gefalteten Zustand steuern, und zwar mit dem Sattel – ein Prinzip, das an einen Rollkoffer erinnert.
Elektrisierende Effizienz
Die bereits erwähnte Electric G Line bietet ganz beson-dere Möglichkeiten: Der neue Antrieb wurde erstmals in den Rahmen integriert, Software-Updates erfolgen bequem via Bluetooth, und auch die Wartung gestaltet sich simpel. Per App kommuniziert das Fahrrad mit dem Smartphone, liefert automatische Updates und informiert die Besitzer über Neuigkeiten. Über das Dashboard lassen sich sowohl die Unterstützungsmodi als auch die Beleuchtung steuern. Auch Touren können – neben vielen weiteren Funktionen – aufgezeichnet werden.
Der 250-Watt-Hinterrad-Nabenmotor liefert Power und sorgt auf jedem Gelände für Stabilität und Traktion. Drei Unterstützungsmodi ermöglichen ein gemütliches Gleiten ebenso wie sie Anstiege meistern und lange Distanzen zurücklegen. Auch hier gab es intensive Tests: Die dabei zurückgelegte Strecke von mehr als 1.038.640 Kilometern entspricht einer Reise zum Mond und zurück. Die bislang leistungsfähigste Batterie von Brompton liefert kompakte Power mit 345 Wh. Der speziell für die Electric G Line entwickelte Motor ist um 20 Prozent effizienter und bietet größere Akkukapazität. Eine Akkuladung reicht für 30 bis 60 Kilometer, der Akku lässt sich leicht abnehmen und überall laden. Die E-Bikes, die sich an den Standards der Automobil-, Luft- und Raumfahrtindustrie orientieren, wurden dabei von unabhängigen Behörden zertifiziert.

Ausstattung
Natürlich bietet Brompton – wie gewohnt – eine Vielzahl an Accessoires, die dem Faltrad das gewisse stilvolle Etwas verleihen. Ob Gepäckträger, Schutzbleche, Taschen oder Trinkflaschen: Alles lässt sich passgenau und praktisch am Rad befestigen. Die neue G Line ist dabei vollständig mit dem bestehenden Taschensortiment von Brompton kompatibel und wird zusätzlich um eine eigene Edition erweitert, die speziell für sie entworfen wurde. Auch das Toolkit gehört zum praktischen Zubehör, das direkt am Fahrrad mitgeführt werden kann.
Das clevere Befestigungssystem verlagert das Gewicht auf den Rahmen statt auf den Lenker – das sorgt für Stabilität, selbst bei voller Beladung auf längeren Touren. Und damit man es unterwegs auch besonders bequem hat, gibt es den Brompton Superlight Saddle, dessen Karbon-Basis Vibrationen minimiert und Druck reduziert. Der Tragegriff unter der Sattelnase erleichtert das Heben und Rollen des gefalteten Rads. Somit steht größeren und kleineren Abenteuern nichts mehr im Weg.
Ride on!

