Die „Republik der Liebe“ also bei den Wiener Festwochen. Das Haus der Republik samt Club als Festivalzentrale hat sich bereits im letzten Jahr als gute Idee herausgestellt. Diesmal macht die Karawane der Liebe das ehemalige Funkhaus in der Argentinierstraße zum Zentrum. Mit der Debattenreihe „Revolutionary Love“, LUV, der Band der Republik, oder – besonderes Highlight – schamanistischen Performances am Lagerfeuer. Unter anderem Gast beim sonntagabendlichen „Campfire“ Open Air die amerikanische Musikerin und Multi-Media-Kunst-Ikone Laurie Anderson. Bei freiem Eintritt übrigens wie (fast) alles im Haus der Republik.

© Artemisia Gentileschi, Lucretia J. Paul, Getty Museum. Graphic art by Luisa Callegari
Mit „The Brotherhood“, dem zweiten Teil einer Trilogie, kommt Carolina Bianchi nach Wien zurück. Hat sie mit „Cadela Força – Die Braut und Goodnight Cinderella“ bei der vergangenen Ausgabe des Festivals für Furore gesorgt, thematisiert die brasilianische Theatermacherin in „The Brotherhood“ (1. und 2.6., Volkstheater) Männerpakte, Bruderschaften und deren Codes, in der Frauenfeindlichkeit und sexuelle Gewalt tief verwurzelt sind.

Goodbye Lindita © Theofilos Tsimas
Trauer ist ohne Worte: Der albanische Regie-Shootingstar Mario Banushi erzählt mit „Goodbye, Lindita“ (12.–14.6. Halle G im MuseumsQuartier) die Geschichte einer Familie, die von einem geliebten Menschen Abschied nimmt. Ohne gesprochenen Text und mit der Wucht einer griechischen Tragödie. „Borda“ heißt die neue Arbeit der brasilianischen Choreografin Lia Rodrigues, eine Feier der Vorstellungskraft jenseits aller Grenzen. Neun Tänzerinnen und Tänzer schaffen diesen epischen Abend, entstanden im Centro de Artes da Maré, dem Kunst- und Ausbildungszentrum, das Lia Rodrigues seit mehr als 20 Jahren in einer der größten Favelas von Rio de Janeiro betreibt (20. und 21.6., Halle E).
Wiener Festwochen / Freie Republik Wien
16. Mai bis 22. Juni 2025
www.festwochen.at

