Beate Wiesinger hat vielleicht nur einen „Fehler“: ihre Ruhe. Sie drängt sich nicht in den Vordergrund – das übernehmen die Auszeichnungen, die sie in den letzten Jahren erhalten hat, allen voran der Österreichische Jazzpreis 2024. Doch der Begriff „Jazz“ greift zu kurz, wenn man das Schaffen der Bassistin, Komponistin und Bandleaderin beschreiben will. Wer sie etwa in der Band von Mira Lu Kovacs erlebt hat, weiß, mit welcher Tiefe und welchem Groove sie Songs allein durch wenige, präzise gesetzte Töne veredeln kann.
Am 16. Juni präsentieren ECHO BOOMER – nach coronabedingter Verschiebung – endlich ihr neues Album „The Shape Of Things To Come“im Berio-Saal des Wiener Konzerthauses. Wer die klangliche Vielfalt dieses Septetts kennt, das die Grenzen des Jazz konsequent erweitert, weiß: Hier geht es nicht nur um Musik, sondern um Entdeckungen. Einflüsse von Sun Ra bis Werner Pirchner mögen durchklingen – doch im Zentrum stehen Klangwelten, die Beate Wiesinger und ihrer Band erschaffen: menschlich, klar und zart.
Und wer ECHO BOOMER schon einmal live erlebt hat, spürt sofort, wie groß die gegenseitige Wertschätzung innerhalb der Band ist – und wie sehr genau das in jedem Ton hörbar wird.

