Die gebürtige Klagenfurterin Sabrina Reiter, Jahrgang 1983, steht im Ruf eines Naturtalents. So gelang es ihr 2006 ohne nennenswerte Schauspielerfahrung die Hauptrolle im damals zweiterfolgreichsten österreichischen Film des Jahres zu ergattern: In 3 Tagen bist du tot, Andreas Prochaskas erster Teenie-Slasher Made in Austria. Wie sehr Reiter in der Rolle eines potenziellen Serienmörder-Opfers überzeugte, bewiesen die Auszeichnung mit dem Undine Award für die beste Nachwuchsschauspielerin des Jahres (dass die Trophäe nach einem Wassergeist benannt wurde, passt übrigens gut zum Finale des Films, in der Reiter an einen Betonklotz gefesselt gegen das Ertrinken im Traunsee ankämpft) und der im Rahmen der Berlinale verliehene Preis Österreichischer Shooting Star des Jahres. Nach Auftritten in weiteren Horrorfilmen – In 3 Tagen bist du tot 2 (Andreas Prochaska, 2008), One Way Trip 3D (Markus Welter, 2010) – wurde Reiter in Anlehnung an Halloween-Star Jamie Lee Curtis kurzfristig mit dem Spitznamen „Austria’s Scream Queen“ bedacht, doch dass die mit ihrem Schauspielerkollegen Laurence Rupp liierte Mutter eines Sohnes auch in anderen Genres zu überzeugen vermag, bewies sie mit Rollen in Komödien wie Marco Antoniazzis Kleine Fische (2008) oder TV-Serien wie David Schalkos Braunschlag (2011). Sabrina Reiter kann ihrer Zukunft also ganz entspannt entgegenblicken – so wie auf Armin Rudelstorfers Porträt.
Auf der Couch

