Meshit

Text: Feldkamp Anne | Fotos: Archiv

Und meshit ist ein Label, das quasi maßgeschneidert ist für zeitgemäße modische Bedürfnisse. Dass die beiden Labelbetreiberinnen auf ein erfolgreiches Jahr 2011 zurückblicken, ist nämlich in jedem Fall gerechtfertigt: In Paris auf der Pariser Modemesse „Rendezvous“ von einer Einkäuferin der britischen Modekette Topshop entdeckt, landete Meshit in deren Emerge-Sektion, der ambitionierten Nische für Nachwuchsdesigner. Nicht zuletzt dieser Coup scheint die österreichische Mode- und Presselandschaft wach geküsst zu haben: Es folgt der Gewinn des mit 10.000 Euro dotierten Modepreises der Stadt Wien. „Mit Hilfe des Preisgeldes können wir wieder ein paar Messeteilnahmen im Ausland finanzieren“, sagen die beiden rückblickend. Ihre Winterkollektion 2012/13 dürfte die Herzen einer jungen Konsumentenschaft, die genug hat von austauschbarer Ware und nach einer lässigen wie hochwertigen, aber dennoch leistbaren Alternative sucht, höher schlagen lassen. Wo andere österreichische Labels gerne als verkopft gelten, kommt die Mode von Steixner und Krampf cool und unangestrengt und mit dem richtigen Riecher für Trends daher. Ob Blousons, Parka-Adaptionen oder Jeansjacken aus grobem Denim, es verwundert nicht, dass die beiden sich diese Saison auf die britischen Jugendkulturen der 60er und 70er Jahre „und speziell der beiden rivalisierenden Szenen ,Mods und Rocker‘“ berufen. „Wir haben versucht, den Stil der unterschiedlichen Szenen zu vermischen und für unsere Kollektion neu zu interpretieren“ – und dies für Frauen wie für Männer. Mutig sind die beiden Absolventinnen der Modeschule Hetzendorf allemal, machten sie sich doch bereits nach der Matura in Windeseile selbstständig. Und so wartet die Mode von Meshit mit Basics auf, die – versehen mit einem besonderen Sinn fürs Detail – zum Hingucker werden. Zusätzlich zu den Herbstentwürfen haben die beiden nun erstmals ein eigenes Strickmuster entwickelt und Schuhe, Lederaccessoires sowie Rucksäcke und Taschen produziert. Nicht zuletzt hier macht sich nämlich die breit aufgestellte Ausbildung der beiden Hetzendorf-Absolventinnen bemerkbar: Lena Krampf hat sich mit Lederverarbeitung, insbesondere der Fertigung von Schuhen auseinandergesetzt. Das macht sich nun bezahlt, denn hier stimmen die Details. Und überhaupt gehört diese Frische und dieser Mut der beiden noch so jungen selbstständigen Modedesignerinnen unbedingt gewürdigt. Zum Beispiel mit einem Klick auf den hauseigenen Onlineshop.

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